Pressemeldungen


Folgen Sie uns auf Facebook.


Pressemeldungen KV Görlitz

Der AfD Kreisverband Görlitz steht der erneuten Debatte um den Bau neuer Grenzbrücken skeptisch gegenüber. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass diese ausreichend vorhanden sind.

Gegen eine Brücke an der Schlesischen Straße in Görlitz spricht im Übrigen, dass sich bei dieser Variante die Verkehrssituation im Görlitzer Wohngebiet Königshufen und den angrenzenden Ortschaften weiter verschärfen und eine erhebliche Belastung für die Anwohner entstehen könnte.

Wir sprechen uns dafür aus, dass die sogenannte Südwestumfahrung weiterverfolgt wird. Das führte nicht nur dazu, dass die Gewerbeflächen im Görlitzer Süden besser verkehrstechnisch erschlossen werden, sondern auch, dass eine schnellere Anbindung an die Autobahn A4 und in Richtung Norden an die B115 ermöglicht. Die B115 ist in Richtung Cottbus/ BAB 15 ebenfalls auszubauen.

Neben der besseren Verkehrsanbindung, träte mit dem Ausbau der B99 eine Entlastung der Stadt ein. Der Schwer- und Durchgangsverkehr würde ferngehalten werden. Das fördert den Tourismus.

Gerade wegen der weiteren Entwicklung des Naherholungsgebietes um den Berzdorfer See stünde Görlitz eine Entlastung dieses Verkehrsweges besser zu Gesicht.

gez.: Tino Chrupalla -Vorsitzender des Kreisverbandes Görlitz-

Sächsische Zeitung, 13.07.2017

Bei der Wahlveranstaltung der AfD herrscht Heimspielatmosphäre. Reicht das für Berlin? In der Werbung steht die Farbe Blau für Seriosität, Sachlichkeit und Vertrauen. Rund um Bad Muskau steht die Farbe in diesen Tagen vorrangig auf Plakaten der Alternative für Deutschland (AfD). Blautöne werden auch für eine Charakterisierung von „kühl“ und „unantastbar“ verwendet. Wofür steht die AfD? Bei der Wahlveranstaltung mit dem Direktkandidaten Tino Chrupalla und der Bundesvorsitzenden Frauke Petry im proppenvollen Bad Muskauer Lindenhof am Montagabend steht sie zunächst für Masse. Hunderte Sympathisanten, Neugierige oder Beobachter sind der Einladung gefolgt. Die Veranstaltung beginnt mit leichter Verspätung. Vorredner Roberto Kuhnert aus Görlitz stimmt die Anwesenden ein. Dann eröffnet Chrupalla wenig später den Wahlkampf. Bereits mit Applaus begrüßt, macht der 41-jährige Unternehmer im dunklen Zweireiher unaufgeregt rund vierzig Minuten Werbung in eigener Sache. Angefangen von der Alternative im Allgemeinen und Petry im Besonderen als das Gesicht der Partei, widmet er sich anschließend klassischen Positionen der AfD. In rascher Folge werden Themen gestreift wie der Unmut der Bevölkerung, die verfehlte Bundespolitik, der Ruf nach Freiheit und Demokratie, die DDR, hysterische Medien, deutsche Kultur und Sprache, Kritik an multinationalen Konzernen, Krieg, Euro, Schulden, Banken, Nachkriegsordnung, Russland, Gender-Ideologie, Bildung, Putin, Orban, Trump bis hin zu Steinmeier, Merkel und Schulz. Er kritisiert sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien. Hin und wieder bemüht er deutsche Dichter und Denker, und manchmal bedient er Klischees: Tradition, Kultur, Heimat. Er positioniert sich leidenschaftlich und macht auch vor einem Zitat der Bundeskanzlerin nicht halt: Wir schaffen das. Und er verspricht Besserung, wenn, ja wenn er es nach Berlin schafft. Der „Deutschlandexpress“ soll dann Fahrt aufnehmen. Wird Chrupalla polemisch, und das wird er, danken die Fans mit Applaus.

Als Petry dann ans Rednerpult tritt, schwillt der Applaus nochmals an. Das Jäckchen um ihre Schultern kaschiert den runden Babybauch nicht. Ansatzlos macht sie dort weiter, wo die Ausführungen ihrer Vorredner endeten. Sie beherrscht Zahlen und Fakten und zelebriert alles unwidersprochen. Sie erklärt die Eckpunkte des Fünfzehn-Punkte-Plans ihrer Partei und fordert zum Nachlesen im Netz auf. Etwas sachlicher und weniger populistisch als ihr Vorredner erklärt sie Positionen der Partei. Im Anschluss soll eine Diskussion in Gang kommen. Fragen werden tatsächlich gestellt. Petry und Chrupalla antworten entspannt und selbstsicher. Im Publikum wird sich heute niemand finden, der ihre Aussagen infrage stellt. Gelächter brandet auf, als ein älterer Herr den Wunsch nach einem AfD-eigenen Radiosender äußert und von der Bühne die Antwort erhält, das sei zu teuer. Aber er könne ja schon mal spenden. Als er verspricht, die AfD zu wählen und später noch in die Partei einzutreten, verlassen bereits die ersten die Veranstaltung.

Wenig später ist Schluss, an der Bühne drängen sich diejenigen, die aus nächster Nähe einen Blick auf die Parteivorsitzende werfen oder ihr die Hand schütteln wollen. Ein paar Fragen noch, Frau Petry, und ein paar Antworten: Warum hat die Politik im April 2017 plötzlich Bad Muskau entdeckt? Schließlich ist in diesen Tagen nicht nur die AfD-Parteivorsitzende zu Gast, sondern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ein paar Tage später Gregor Gysi (Die Linke)? Petry antwortet trocken. Sie sei gekommen, weil Chrupalla sie eingeladen habe. Und wie sieht sie das absehbare Ende der Braunkohleverstromung in der Lausitz? Petry findet dazu viele Worte. Drei davon lauten: Katastrophe, Fehlentscheidung, irreparabel. Und die Frage, wie denn der dann fällige Strukturwandel aussehen könnte, beantwortet sie wie andere vor ihr: Anreize setzen, Bildung, Infrastruktur, Ende der Leuchtturmpolitik, Steuervergünstigungen, innere Sicherheit. Und wie lautet das Wahlziel für die AfD auf Bundesebene? Möglichst zweistellig, so Petry, obwohl die letzten Vorhersagen anders lauten. Und wo sieht sie sich selbst in einem Jahr? Im Bundestag, meint sie nachdenklich. Sie selbst glaube, dass eine Frauke Petry der Partei helfen kann. Nachdenklich streicht sie sich mit der Hand in kreisrunden Bewegungen über den Bauch. „Kein Mensch ist unersetzbar“, sagt sie leise und gibt damit Gerüchten um einen Rücktritt neue Nahrung.

Schon drängen ihre Sicherheitsleute zum Aufbruch. Noch ein paar Hände schütteln, kurzes Foto, weg. Dann zieht Ruhe ein im Lindenhof.

Sächsische Zeitung, 05.04.2017

Görlitz. Als Reaktion auf den SZ-Beitrag „Mehr Beschwerden über Polizisten“ hat der Görlitzer AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel eine Abschaffung der polizeilichen Beschwerdestelle gefordert. Im Großen und Ganzen leisteten Sachsens Polizisten hervorragende Arbeit, teilt Wippel mit. Wenn es dennoch zu Verfehlungen komme, stehe es jedem frei, bei jeder Dienststelle Beschwerde einzureichen. Eine eigene Beschwerdestelle mit Vollzeitpersonal braucht der Freistaat Sachsen allerdings nicht. In den letzten acht Monaten gingen zwischen zehn und 16 tatsächliche Beschwerden pro Monat ein, so Wippel weiter. Das rechtfertige den Aufwand in keinster Weise. „Das Personal, welches in der zentralen Beschwerdestelle auf Anrufe wartet, brauchen wir an anderer Stelle viel dringender.“ Vertrauen entstehe durch Präsenz und freundliches Auftreten in der Öffentlichkeit, nicht durch eine Telefonnummer, so Wippel. Er ist selbst Polizist. In seiner Funktion als Landtagsabgeordneter unterhält er ein Büro in Weißwasser. (SZ/sdt)

Sächsische Zeitung, 01.02.2017

Tino Chrupalla heißt der Mann der Stunde in der Partei. Er ist nun auch Kreisvorsitzender. Tino Chrupalla, Malermeister aus Gablenz und Direktkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl im Landkreis Görlitz, steht jetzt auch an der Spitze des Kreisverbandes seiner Partei. Am Wochenende erhielt er nach Angaben der AfD auf einem Parteitag rund zwei Drittel der Stimmen und setzte sich gegen seinen Vorgänger Thomas Weigt aus Reichenbach durch. Diese Nachricht kommt nicht überraschend. Zwischen Chrupalla und Weigt gab es bereits seit Monaten Meinungsverschiedenheiten, die sich schon im November in Löbau zeigten. Damals entschieden sich die AfD-Mitglieder, mit Tino Chrupalla den Görlitzer Wahlkreis bei der Bundestagswahl im September gewinnen zu wollen. Chrupalla präsentierte sich dort am entschlossensten. Zugleich hat er innerhalb weniger Wochen 23 neue Mitglieder im Norden geworben, wo die AfD bislang schwach war. Gegen vier Mitbewerber setzte er sich in Löbau im ersten gültigen Wahlgang mit 50 Stimmen durch. Thomas Weigt erhielt abgeschlagen sechs Stimmen - schwächer schnitt nur Detlef Lothar Renner ab, der das Büro von Landtagsabgeordneten Sebastian Wippel in Görlitz leitet. Seitdem war Weigt, der bei einem Görlitzer Metallbauer tätig ist, ein Vorsitzender auf Abruf. Chrupalla ist der dritte Vorsitzende seit der Bildung des Kreisvorstandes im November 2013. Seine Stellvertreter sind Sebastian Wippel und aus Zittau der Unternehmer Hans-Gerd Hübner.

Sächsische Zeitung, 28.02.2017

Landkreis Görlitz Der AfD-Kreisverband Görlitz hat Tino Chrupalla als Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017 nominiert. Das ging aus der Abstimmung beim 9. Kreisparteitag hervor. Chrupalla setzte sich dabei gegen Thomas Weigt(Kreisvorsitzender AfD Görlitz), Detlef-Lothar Renner(Büroleiter bei MdL Sebastian Wippel) und Michael Mochner(Rechtsanwalt) durch. Der aus Gablenz stammende Malermeister ist 41 Jahre alt, Vater dreier Kinder und Inhaber eines Unternehmens im Maler- und Lackiererhandwerk. Schwerpunkte für sein politisches Wirken sieht Chrupalla insbesondere in den Bereichen Wirtschaft sowie Soziales und Bildung.

Niederschlesischer Kurier, 26.11.2016